Dear Japanese fans: Thank you for visiting our site! We have registered that we are generating much traffic in your country and have released a translated english version of the review. Please click here for the translation!

Eines vorweg: Dies war eines der besten Konzerte, die wir in den letzten Jahren erleben durften. Ähnliche Partystimmung, wie beim Babymetal Konzert am 03.07.2014 haben wir zuletzt bei der Liveshow von One Ok Rock im Bonner Brückenforum 2014, oder bei Maximum The Hormone 2011 in der Essigfabrik erlebt.

Die Temperaturen waren hoch, die Menge hatte Bock – beste Voraussetzungen für das erste Deutschland Konzert der Metal Sensation BABYMETAL! Und das ließen sich nicht nur Deutsche Fans nicht entgehen – auch aus dem EU-Umland kamen zahlreiche Fans nach Köln, um gemeinsam zu feiern.

BABYMETAL_red_large-klein

Die Wahl der Konzerthalle fiel dieses Mal auf die Kölner Live Music Hall. Warum diese Halle immer eine gute Entscheidung ist, machte sich auch diesmal wieder bemerkbar. Das Security Personal war freundlich und bewältigte den Einlass recht stressfrei. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Besucher, die sich in zwei Schlangen links und rechts des Einganges aufreihten, im Innenhof der Anlage wo es Getränke und eine Garderobe gab. Vor dem Konzert hatte man nun noch genügend Zeit sich um Merchandise zu kümmern, welches sich zwar im Szene-Vergleich doch recht teuer gestaltete, aber angesichts des ersten und einzigen Deutschland Auftrittes der jungen Band, doch angemessen schien.

Genau zum veranschlagten Konzertbeginn um 20:00, ging es dann auch wirklich los. Mit einer Pünktlichkeit die seines gleichen sucht und vermutlich vom greifenden, deutschen Jugendschutzgesetz gefördert wurde, betraten SU-METAL, YUI-METAL und MOA-METAL mit ihrer KAMI BAND die Bühne – allerdings blieb ein Blick auf die Band erst einmal verwehrt.

Ein Intro, das etwas an die fliegende Schrift aus Star Wars erinnert wurde eingespielt und auf die Leinwand vor der Bühne projiziert. Der erzählten Geschichte nach, sind die Mädels von BABYMETAL die Hüter des Metals und wurden vom FOX GOD Kitsune in die Galaxy entsandt. Nachdem die weiblich Stimme den Text vollständig vorgelesen hat, setzte die noch immer unsichtbare KAMI Band zum Gitarrenriff von BABYMETAL DEATH an. Das Stroboskop begleitete die Band und legte die Silhouetten der drei Frontgirls auf die Leinwand. Die Stimmung kochte bereits. Als der Vorhang endlich fiel, begrüßte eine volle Live Music Hall die Band mit lautstarkem Gröhlen und dem BABYMETAL typischen „Fuchs-Gruß“. Der Song mit dem sich die drei Mädels vorstellen sorgte dann auch schon für den ersten kleinen Moshpit – hier hatten die Fans keine Zeit zu verlieren.

Der zweite Song war dann bereits einer der beliebtesten vom aktuellen Debutalbum und sorgte zu unserer Verwunderung dafür, dass sogar Szene-fremde Metalheads japanische Worte hervorbrachten. „Ii ne“ schallte es aus den Kehlen der Fans aus allen Ecken.

Typisch für die Band bestimmten natürlich die drei Mädels das Geschehen auf der Bühne. Ganz getreu dem neu erfundenen Musikgenre „Kawaii Metal„, schmückten Suzuka Nakamoto (SuMetal, Gesang und Tanz), Moa Kikuchi (MoaMetal, Scream und Tanz) und Yui Mizuno (YuiMetal, Scream und Tanz) ihren Tanz mit zuckersüßen Moves und dem wahrscheinlich niedlichsten Lächeln der Musikbranche aus.

Doch, der Beweis dafür, dass auch die mitgereiste, federführende KAMI Band so einiges drauf hat, ließ nicht lange auf sich warten. So verließen die Mädels kurzerhand die Bühne und überließen den Göttern in weiß etwas Zeit zu glänzen. Die Band spielte ein Instrumental, in dem die einzelnen Mitglieder jeweils Zeit hatten, zu zeigen was sie drauf haben. Zunächst war Bassist BOH (BINECKS) an der Reihe. Dieser schoss ein Feuerwerk von einem Bass Solo ab und zeigte Tapping Play und konventionelles Fingerplaying der Oberspitzenklasse. Der Mann bewegt sich auf dem Griffbrett seines 6-Saiters so sicher, dass man als musikbegeisterter Konzertbesucher aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Auch wenn die wenigsten der an diesem Abend anwesend gewesenen Gästen wissen, wer dieser glatzköpfige Bassgott in weiß war, johlte ihm die Menge zu, was ihm sichtlich sehr gefiel. Doch auch die Gitarre war an dem Abend bestens besetzt. So spielte überaschenderweise LEDA (ex-Deluhi, Undivide) die Lead Gitarre. Auch sein Solo überzeugte mit herausragenden Plays.

Das Programm der Band war von vorne bis hinten mit kraftvollen Beats geschmückt. Zwar war relativ klar, welche Songs gespielt werden, da Babymetal ja bisher nur ein Album veröffentlicht haben, aber das ist kein negativer Kritikpunkt an diesem grandiosen Konzert. Bevor die Band zur Encore erneut auf die Bühne kam, wurde Musik (in etwas geringerer Qualität) vom Band gespielt und somit merkte man sofort, als die Götter wieder in die Saiten griffen und übernahmen. Babymetal schlossen diesen genialen Livegig mit ihrem Smashhit „Ijime, dame, zettai“ ab, welcher die zusehens ausgepowerte Menge noch einmal so richtig zum Springen und finalen Ausrasten anregte. Unter tosendem Applaus verließ die Band die Bühne und hinterließ eine grinsende Konzertgesellschaft.

Setlist:

  1. BABYMETAL DEATH
  2. Ii ne!
  3. Uki Uki ★ Midnight
  4. Kami Band Instrumental Performance
  5. Akumu no Rondo
  6. Onedari Dai Sakusen
  7. Catch Me If You Can
  8. Benitsuki -Akatsuki-
  9. 4 no Uta
  10. Megitsune
  11. Doki Doki ☆ Morning
  12. Give Me Choco!!

Encore

13. Headbanger!!
14. Ijime, Dame, Zettai