Am Freitag dem 22.05.2015 spielte die J-Metal Band MUCC anlässlich ihrer EUROPE TOUR 2015 „F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE in der Essener Zeche Carl.
Vor der Halle teilten sich die Besucherschlangen wie gewohnt in VIPs und normale Besucher. Das Privileg des früheren Einlasses war diesmal anscheinend kaum Teil des VIP-Upgrades, wurden doch kaum unweigerlich nach dem VIP-Einlass auch die regulären Besucher hereingelassen. Hinter dem VIP-Ticket verbarg sich dieses mal ein Meet’n’Greet inklusive Cheki mit der Band, das allerdings nach dem Konzert geschossen wurde.

Nach Einlass verstrich eine weitere Stunde, die meiner Meinung nach aber im Vergleich zu anderen Konzerten wie im Flug verging. Dazu trugen unter anderem Lieder wie „Silent Jealousy“ von X JAPAN bei, die vor dem Konzert über die Boxen in der Halle gespielt wurden.
Die Lichter gingen aus, die Musik verstummte und im nächsten Augenblick war der Konzertsaal von tosenden Fanschreien gefüllt, die alle auf MUCC warteten.
Im Off lief bereits das Konzertintro.
Einer nach dem anderen betrat die Bühne; erst Satochi, dann Miya, gefolgt von Yukke und zu guter letzt Tatsuro.

Stille machte sich – sofern es in einer Konzerthalle kurz vor einem Konzert möglich ist – breit, bis die ersten Töne von „THE END OF THE WORLD“ ertönten.
Das Publikum war von Anfang an dabei, während einer der ruhigsten Songs des Abends vom gleichnamigen Album gespielt wurde.
Nachdem der Song zu Ende war erntete die Band ihrem verdienteten Applaus, doch zu lange Zeit mit dem nächsten Song ließen sie sich dabei nicht. „Suiren“ hieß das gute Stück. Allen die den Song nicht kannten und sich fragen „Wo war der noch gleich drauf?“ können wir versichern: Es war ein neuer Song, der laut MUCC auf ihrem kommenden Album erscheinen wird.
In alter MUCC-Manier vereinte der Song harten Metal mit rythmischen Elektro- und Trance-elementen, die wie immer perfekt aufeinander abestimmt waren.

Es folgte eine Setlist die quer durch MUCCs Karriere führte; mit Songs wie Ms. Fear, Nirvana, Fuzz oder Ageha wurden Alben wie „The End of the World“, „Shangri La“, „Kyutai“ und weitere abgedeckt.

Es wurde gemosht, geheadbangt, gesungen und gefeiert, bis die Band nach 16 energiegeladenen Songs die Bühne verließ.
Nach dem charakteristischen „Encore“-Chor und einigen Minuten betrat die Band wieder die Bühne um zuerst ein paar ihrer deutsch-Skills oder zumindest für das Konzert gelernte Sätze zu präsentieren, die wie immer für allgemeine Belustigung sorgten.
Als Miya an der Reihe war, erzählte er, dass die Band einen Tag zuvor in Dortmund war, um sich das Konzert ihrer Freunde DIR EN GREY anzusehen. Bemerkenswert, wie sie es geschafft haben, auf so einem großen Event fast unerkannt zu bleiben, sogar nachdem Miya ein Bild auf Instagram hochgeladen hatte, das seine genaue Position in der Halle verriet.

Nach diesem kurzen Plausch legte die Band mit der 4 Songs langen Zugabe los, die von einem von MUCCs wohl größtem Hits angeführt wurde; bereits das Aussprechen des Titels löste im Publikum tosendes Gejubel aus. Als dann auch noch das Intro von Saishuu Reshha erklang war die Menge nicht mehr zu bremsen. Das ganze Lied durch wurde gesprungen, getanzt und gesungen. Beendet wurde das Konzert von TONIGHT, welcher dem Konzert stimmungsmäßig noch einmal die Krone aufsetzte.

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